Zecken - Schutz und Tips

Ich lebe mit meinem Hund und zwei Katzen auf dem Land, bin viel im Wald  und so für  Zecken durchaus interessant. Die Zeckenaktivität beginnt im Frühjahr und klingt im Herbst ab. Zecken sind kein "Ungeziefer, das im Winter erfriert". Kälte überstehen sie gut, Trockenheit und Wärme mögen sie nicht. Daher gehen sie tiefer in die Erde und kommen bei Feuchtigkeit nach oben, besonders, wenn sie die Vibrationen der Schritte eines "Wirtes" vernehmen.

Zecken lassen sich nicht von Bäumen oder Sträuchern herabfallen, sondern greifen ihre Beute bodennah an. Deshalb ist leichtes Schuhwerk mit gutem Zugang zum Bein aus Zeckensicht ideal!!!

Eine vorbeugende Impfung für Menschen gibt es ebensowenig wie Medikamente, die über die Haut wirken wie bei Tieren, z.B Advantixx, Frontline etc.).

Vorbeugung:

Gummistiefel oder anders hohes Schuhwerk bieten immer den besten Schutz.

Bei Verdacht: Sich absuchen lassen. Zecken suchen zwar gerne gut durchblutete Zonen dünner Haut wie Leisten und Achselhöhlen, befallen aber alle Hautbereiche. Ein frischer Zeckenstich kann einen leichten Juckreiz mit Brennen auslösen, also darauf achten!

Beim Zeckenstich: Die Zecke mit Pinzette, Zeckenzange, o.ä. sicher und im Ganzen aus der Haut entfernen. Dann sofort Desinfektion der Bißstelle mit Betaisadonna oder anderen wirksamen Hautdesinfektionsmitteln und 2-3x über den Tag verteilt wiederholen

Borreliose: Nicht jede Zecke enthält Borrelien, je nach Region sind etwa 20-30% der Zecken Borrelienträger Borrelien sind schraubenzieherfrörmige Bakterien aus der Famile der Spirochäten. Sie werden aus dem Verdauungstrakt der Zecke in die Wunde übertragen, besonders bei unsachgemäßer und unvollständiger Entfernung..

Nach 1-3 Wochen können sich Folgebeschwerden wie beim grippalen Infekt einstellen und am Einstich bildet sich oft, aber nicht immer, eine geschlossene Rötung, die sich verlagern kann. Daher auch Wanderröte oder Erythema migrans. Sehr typisch ist das Abblassen des Zentrums und die ringförmige Röte. Ich habe das zweimal erlebt und  entscheide mich mit ärztlicher Hilfe - für eine kurzeitige Antibiose, z.B. mit Doxicyclin für 2-3 Wochen, je nach Stadium der Feststellung, begleitet mit meinen naturheilkundlichen Therapien.

Auswirkungen auf die natürliche Darmflora lassen sich mit Hilfe der mikrobielle Therapien ausgleichen.