Heilung nur durch Hoffnung und hohe Erwartung??

Dazu ganz klar: Homöopathie wirkt nicht, wenn die Mittelwahl falsch war!

Nach Überzeugung der Placebo-Fraktion spielt das gewählte homöopathische Mittel keine Rolle.

Man ist davon überzeugt, daß die Homöopathie an sich und  ungeachtet des gewählten Mittels ohnehin wirkungslos ist und wenn überhaupt Wirkung eintritt, dann nur infolge des Placeboeffekts. Diese Meinungen vertreten gesundheitspolitische Sprecher der großen Volksparteien, medienpräsente ärztliche "Humoristen" und andere.

Die Praxis sieht anders aus.

Wählt man das richtige „Kügelchen mit nix drin“ tritt Wirkung ein. Wählt man aber das falsche, dann bleibt die Wirkung aus. Und das dürfte sie nicht, wenn die Wirkung nur auf Hoffnung und Erwartung zurückgeht.

In der Praxis haben wir es doch eher mit Skepsis zu tun als mit überhöhten Erwartungen in das „Kügelchen“!

Dazu noch einige Gedanken zu den Argumenten der Gegner:

  • Evidenzbasierte Ergebnisse nach klinischen, randomisierten Doppelblindstudien. Dieses Begriffsmonster ignoriert die Individualität als Wesenskern  der homöopathischen Behandlung. Wenn ein Hautleiden z.B. mit Sulfur C30 geheilt werden konnte, dann soll der Wirksamkeitsbeweis an an 2 Versuchsgruppen mit Hautproblemen erbracht werden. Die eine Gruppe erhält Sulfur C30 und die andere ein echtes Placebo.Weder Versuchsteilnehmer noch die klinischen Betreuer wissen, wer was erhält. Jeder Homöopath weiß, daß 10 Hautpatienten durchaus10 unterschiedliche Mttel benötigen können. Der Versuch ist also so aufgebaut, daß er Fehlergebnisse bringen muß!
  • Placeboeffekte gibt es überall! Jeder Patient hat Hoffnungen und Erwartungen in eine Therapieform, ein Medikament, eine Klinik. Die Intesität der Erwartung steht hängt von deren Ruf und Nimbus ab. Bekommt ein Patient einmal in der Woche eine Hochpotenz, z.B. C 200, dann wird der auslösbare Placeboeffekt ein anderer sein als bei der Chef-Visite in einem Uni-Klinikum mit Chefarzt, Oberarzt, Stations- und Assistenzärzten und Pflegeteam.
  • Frage: dürfte es angesichts dieser Ballung an Kompetenz, akademischen Würden und Ruf der Uni-Klinik überhaupt noch Therapieversager und Rückfälle geben??

Wie sehr die Placebofraktion um Argumente verlegen ist, zeigt, daß sie die homöopathischen Heilerfolge bei Kleindern und selbst bei Tieren mit bewunderswerter Konsequenz nur dem Placeboeffekt zuschreiben.

Und: man fragt sich schon, weshalb gerade jetzt wieder aktuell die Homöopathie so sehr angefeindet wird. Am Kampf um Marktanteile kann es nicht liegen, denn den deutschen Homöopathieumsatz könnten Pharmariesen leicht aus ihrer Portokasse decken.

Liegt es daran, daß das alte mechanistische Medizin- und Krankheitsbild nicht ins Wanken geraten darf??